Passionsoratorium von Carl Loewe
Wenig bekanntes Werk erklingt in Aschaffenburg

Am Sonntag, 9. April, 17.00 Uhr erklingt das sehr selten aufgeführte Passionsoratorium „Das Sühneopfer des heiligen Bundes“ von Carl Loewe, aus der Zeit der Romantik in der Aschaffenburger Christuskirche.

Carl Löwe, heute hauptsächlich bekannt durch seine Balladen, war zu seiner Zeit ein hochgerühmter Komponist, der aber nach seinem Tod zu Unrecht bald in Vergessenheit geriet. 1796 in Löbejün bei Halle/Saale geboren, erhielt er seine Musikausbildung vornehmlich in Köthen durch Daniel Gottlob Türk, der ihm unter anderem die Musik Bachs und Händels vermittelte. Von 1820-1866 war er in Stettin als Kantor, Städt. Musikdirektor und Gymnasiallehrer tätig. 1869 starb Löwe in Kiel.

Löwes Kunst wurzelt in der mittel-und norddeutschen Kantorentradition, die er in einer für seine Zeit beinahe naiven Art weitertrug, ferner in der Ästhetik der Berliner Liedschule und des Goethe-Umkreises (Zelter und Reichardt). Von den zeitgenössischen Meistern waren es vor allem Beethoven, Meyerbeer und Cherubini, die Einfluß aus sein Schaffen ausübten.

Vom Aufbau den Bach´schen Passionen durchaus ähnlich durch die Erzählung der Passion mittels des Evangelisten und den direkten Reden von Jesus, Pilatus, den hohen Priestern, den Jüngern, den aufgewühlten Chören der Volksmenge, den betrachtenden Arien und den meditativen Choraleinschüben, so ist die Klangsprache doch eine erheblich andere, wenngleich sie die oben beschriebenen Einflüsse nicht leugnet, sondern eben zu einem neuen Ganzen verschmilzt: Ein Werk, welches die Passion Jesu in liedhafter Form schlicht und ergreifend im besten Wortsinn zum Klingen und damit den Hörern nahe bringt.

Die Ausführenden sind: Christina Schmid (Sopran), Barbara Werner (Alt), Thomas Heyer (Tenor), Thomas Gropper (Baß), Bachcollegium Aschaffenburg und die Aschaffenburger Kantorei unter Leitung von Christoph Emanuel Seitz.

Karten sind im Vorverkauf für 23,00 Euro bzw. 19,00 € (ermäßigt) bei der Buchhandlung Diekmann in Aschaffenburg, telefonisch im Pfarramt der Christuskirche unter 06021/380413 oder via Mail unter info@aschaffenburger-kantorei.de zu erhalten. Die Abendkasse öffnet um 16 Uhr.



Jahresprogramm 2017
Abwechslungsreiches Jahrsprogramm

Die Aufführungen des Passionsoratorium "Das Sühnopfer des neuen Bundes" von Carl Loewe im April und PAULUS von Felix Mendelssohn Bartholdy im November, bilden die Höhepunkte des Musikprogramms der Aschaffenburger Kantorei, die im Jahr 2017 Aufführungen auch in Zusammenarbeit mit der Kantorei St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber) und dem Choeur Saint Germain aus Paris bestreitet. Weitere Auftritte in Gottesdiensten und die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Bach in der Stadthalle Aschaffenburg runden das Programm ab. Die kompletten Veranstaltungshinweise finden sie unter "Termine".


Weihnachtskonzert am 10. Dezember
Festliche Klänge erschallen in Aschaffenburg

Die Aschaffenburger Kantorei lässt das Jahr musikalisch mit einem Weihnachtskonzert am 10. Dezember, 20 Uhr in der Christuskirche Aschaffenburg ausklingen. Neben der Aschaffenburger Kantorei, gehören das Bachcollegium Aschaffenburg, drei Ensemble DreiXang (bestehend aus Bibi Phillip (Sopran), Anne-Bärbel Ruf-Körver (Mezzosopran), Monika Kaiser (Alt)) sowie die SOlisten Ralf Emge (Tenor) und Markus Simon zu den Aufführenden.

Auf dem Programm stehen Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saéns, Cantique de Jean Racine von Gabriel Fauré und das Harfenkonzert von Georg Friedrich Händel.

Karten sind im Vorverkauf für 23,00 Euro bzw. 19,00 € (ermäßigt) bei der Buchhandlung Diekmann in Aschaffenburg, telefonisch im Pfarramt der Christuskirche unter 06021/380413 oder via Mail unter info@aschaffenburger-kantorei.de zu erhalten. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr.


Kantorei führt "Die Letzten Dinge" von Louis Spohr auf
Bislang wenig bekanntes Werk erklingt in Aschaffenburg

Louis Spohr schrieb sein Oratorium "Die letzten Dinge" in den Jahren 1825 und 1826. Der Text, dem hauptsächlich die Offenbarung des Sehers Johannes zu Grunde liegt, wird ergänzt durch Texte der alttestamentlichen Propheten Jeremia und Hesekiel.

Inhaltlich geht es um die Vergänglichkeit menschlichen Lebens und die Hoffnung auf Auferstehung und Leben bei Gott. Im ersten der beiden Teile steht der Lobpreis Gottes im Mittelpunkt, im zweiten Teil folgt die Schilderung des Weltgerichts, gefolgt von der Bitte um Gottes Beistand. Den Abschluß bilden die Beschreibung des „neuen Himmels und der neuen Erde“, sowie ein weiteres Mal die Verherrlichung Gottes.

Musikalisches Programm Spohrs ist es, „auf eigentliche Arien und schwere Soli“ zu verzichten und begleitete Rezitative, kurze mehrstimmige Soli und vor allem Chöre“ zu bevorzugen. Mit dem lyrisch-expressiven Stil, der farbenreichen Instrumentierung und einer abwechslungsreichen musikalischen Textur weist sich Spohr auch im Oratorienfach als führende Figur der Frühromantik aus. (zitiert nach Ullrich Scheideler aus „Oratorienführer“ (Verlag Metzler/Bärenreiter))

Während es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts große Erfolge feierte, ist dies Oratorium zu Unrecht mehr und mehr in Vergessenheit geraten und verdient es, aus derselben wieder entrissen zu werden.

Die Aschaffenburger Kantorei führt dieses Werk am 20. November 2016, 17:00 Uhr in der Christuskirche Aschaffenburg auf. Neben der Aschaffenburger Kantorei, gehören das Bachcollegium Aschaffenburg, Ute Ziemer (Sopran), Julia Diefenbach (Alt), Thomas Heyer (Tenor) und Timon Führ (Baß) zu den Aufführenden. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Karten sind im Vorverkauf für 23,00 Euro bzw. 19,00 € (ermäßigt) bei der Buchhandlung Diekmann in Aschaffenburg, telefonisch im Pfarramt der Christuskirche unter 06021/380413 oder via Mail unter info@aschaffenburger-kantorei.de zu erhalten. Die Abendkasse öffnet um 16 Uhr.


Kantorei gestaltet Gottesdienst
Bachkantate wird unter Leitung von Johannes Link aufgeführt

Am Sonntag, 24.04.2016, 10 Uhr führt die Aschaffenburger Kantorei im Rahmen eines Gottesdienstes in der Christuskirche Aschaffenburg, die Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ von Johann Sebastian Bach auf. Johannes Link leitet die Aufführung unter Begleitung des Bachkollegiums Aschaffenburg.

Bach komponierte die Choralkantate 1725 in Leipzig für den 12. Sonntag nach Trinitatis in seinem dritten Jahr in Leipzig. Er ergänzte mit ihr seinen zweiten Kantatenzyklus, in dem eine Kantate für diesen Sonntag fehlte. Der Text stammt von Joachim Neander.
Die Kantate ist festlich, mit vier Solisten, Sopran, Alt, Tenor, Bass, einem vierstimmigem Chor sowie drei Trompeten, Pauken, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo besetzt.



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